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von Dipl.-Ing. Günter Müller-Czygan
Bislang ist der nachträgliche Einbau von Spüleinrichtungen in große Kanäle an der Möglichkeit oder auch den oftmals erforderlichen hohen Aufwand und den damit Verbundenen Investitionskosten gescheitert. Diese wie auch andere Impulse gaben letztendlich den Anstoß zur Entwicklung einer neuen Spüleinrichtung.
Mit Unterstützung des IKT – Institut für Unterirdische Infrastruktur in Gelsenkirchen (Messungen, Auswertungen, Prüfstrecke) und dem BRW – Bergisch-Reinischer Wasserverband in Düsseldorf wurde der HST-Spülsack entwickelt und als Pilotanlage in Solingen (DN 2200) realisiert.
Bei der Entwicklung galt es, folgende Anforderungen zu erfüllen, um ein Produkt am Markt zu etablieren, welches hohe Reinigungsleistungen bei wirtschaftlich günstigen Investitionen ermöglicht:
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 Einfache Nachrüstung in vorhandene Kanäle/ Normschächte
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Keine Beeinträchtigung des hydraulischen Kanalquerschnittes - Nutzung der eigenen Kraft des Abwassers für eine präventive Kanalreinigung
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Abdichtung des Rohrquerschnittes trotz vorhandener Ablagerungen
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Stationär und Mobil einsetzbar
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Explosionsgeschützte Ausführung - Vernetzte Wirkungsweise zum komplexen Feststofftransport und geringe Investitions- und Betriebskosten - Effiziente und weitreichende Spülwirkung
Funktionsweise:
Vor und nach einem Spülereignis befindet sich der Spülsack aufgewickelt im Schacht oberhalb des Fließquerschnittes Abbildung 1). Für die Kanalspülung wird der Spülsack in den Fließquerschnitt eingelassen und aufgeblasen. (Abbildung 2).
Das zufließende Wasser wird bis zum gewünschten Niveau aufgestaut (Abbildung 3). Zur Freigabe des Spülwassers wird der Spülsack schlagartig entleert und ein kräftiger schießender Spülschwall erzeugt (Abbildung 4). Nach Abschluss der Spülung zieht eine Aufnahmevorrichtung den Spülsack in seine Ursprungslage zurück. Der Fließquerschnitt ist wieder vollständig frei.
Abbildung 1

Abbildung 2

Abbildung 3

Abbildung 4

Die Entwicklungszeit von der ersten Idee bis zur einsatzfertigen Spüleinrichtung dauerte ca. 2,5 Jahre. Die bislang durchgeführten Spülungen im Labor-, Versuchs- und im Pilotkanal zeigen, das mit dem Spülsack weite Spüllängen erzielt werden können. Derzeit sind Spüllängen von 500 - 2000 m realistisch, dies in Abhängigkeit der Kanalsohle (Gefälle, Reibung, Vespünge etc.) sowie der Schleppspannung der Feststoffe im Mischwasser.
Maßgeblich für eine effektive Reinigung ist die schnelle Entlastung bzw. Freigabe des verschlossenen Kanalquerschnittes in 3-4 sec. und die max.Nutzung des hydrostatischen Vordrucks.
Besondere Vorteile:
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Nachrüstung in vorhandene Kanäle
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Einbaubereich im Normschacht DN 1000 ausreichend
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für Kanaldurchmesser von DN 1000 – DN 3000
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stationärer und mobiler Einsatz/ vollautomatischer Betrieb
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geringe Investitions- und Betriebskosten
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