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ASK-Wehre in Hochwasserschutzräumen bringen zusätzliches Stauraumvolumen  
 
 

Der Hochwasserschutz ist nicht erst seit den dramatischen Ereignissen in den neuen Bundesländern 2002 ein viel beachtetes Thema und beschäftigt die Fachingenieure national und international. Die veränderten klimatischen Bedingungen erfordern zusätzliche Anstrengungen im Schutz der Landschaft, Infrastruktur und vor Allem der Bevölkerung. Immer öfter erleben wir sog. Jahrhundertereignisse. Die ursprünglichen Bemessungsansätze für Bauwerke im Hochwasserschutz sind daher vielfach zu modifizieren und den heutigen Gegebenheiten anzupassen. Bestehende Anla-gen, wie z.B. Hochwasserrückhaltebecken (HRB) oder ähnliche Bauwerke, sind viel häufiger am Rande ihre Kapazität. Damit kann die primäre Aufgabe des Hochwasserschutzes in untenliegenden Flüssen und Bächen nicht mehr in dem Maße gewährleistet werden, wie vielleicht noch vor 20 Jahren.

Um auf diese Situation angemessen zu reagieren, planen und bauen die verantwortlichen Stellen neue und größere Bauwerke. Das Ziel muss sein, bei Neuanlagen die Speichervolumina optimal aus-zunutzen und die vorhandenen Anlagen ggf. zu erweitern und das Stauvolumen zu vergrößern.
Doch wie kann die Vergrößerung bei vorhandenen Anlagen erfolgen?
Durch Vertiefung der Beckensohle?
Durch Erhöhung des Dammes?
Das sind keine ernsthaften und realistischen Alternativen!

Die Alternative:
Das ASK-Wehr ! (automatische, schwimmergesteuerte Klappe)

Durch Einsatz eines ASK-Wehres im Bereich der Entlastungsschwelle kann das Stauziel im Becken um das Maß der Überströmunghöhe der festen Schwelle um bis zu 1 m und mehr angehoben werden.
Bei einer Oberfläche von 1 km² ergibt dieses ein zusätzliches Volumen von 1 Mio. m³ Speicherraum!!!

Vorteile des ASK-Wehres:

  • keine Fremdenergie erforderlich
  • max. Betriebssicherheit im Katastrophenfall
  • optimale Nutzung des vorhandenen Speichervolumens
  • Wirtschaftlichkeit durch kompakte Bauweise, kein Überströmen des Dammes, keine Damm-Befestigungen und kein Tosbecken erforderlich
  • keine Frostgefährdung
  • Begeh- und Überfahrbarkeit auch im Entlastungsfall
  • korrosionsbeständige Werkstoffe (GFK, VA-Stahl), fast wartungsfrei
  • mehr als 20 Jahre Betriebserfahrungen

Funktion des ASK-Wehres:

  • Beim Beckeneinstau wird 5 cm unterhalb des Stauziels der Überfall in die Schwimmerkammer überströmt, der Schwimmer erhält Auftrieb, die Wehrklappe wird geöffnet.
  • Bei sinkendem Wasserspiegel reduziert sich der Überfall in die Schwimmerkammer, bereits nach 5 cm findet kein Überfall mehr statt, die Kammer entleert sich, der Schwimmer schließt die Klappe

Anordnung des ASK-Wehres:
Das ASK-Wehr wird in den U-förmigen Entlastungskanal im Damm integriert und ist oben auf der Trennwand angeordnet. Unterhalb der Trennwand ist bei Bedarf das Tosbecken als Vertiefung im Entlastungskanal angeordnet, die Einleitung in das anschließende Gewässer erfolgt im strömenden Zustand.
Die Regelung des Sollabflusses erfolgt mit einem auf der Oberwasserseite der Trennwand angeordneten Schütz.
Eine Grundablassleitung entfällt, die Belange der Naturschutzbehörden in Bezug auf Amphibienwanderung werden optimal erfüllt.

 

Musterzeichnung Dammquerschnitt:

(zum Vergrössern anklicken)

 


Durch Ergänzung mit dem HST-Frühwarnsystem HydroDat® können die aktuellen Wasserstände sowie die Entlastungswassermenge jederzeit online abgerufen und bei Erreichen bestimmter Grenz-werte zu beliebigen Katastrophenzentren und Bereitschaftsdiensten gemeldet werden. Mit dem elektronischen Talsperrenbuch der HST-Betriebsführungssoftware KANIO® können alle Betriebsereignisse sowie Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen organisiert und rechtssicher dokumentiert werden.

Das ASK-Wehr eignet sich optimal auch zur Nachrüstung an bestehende Entlastungen. Damit kann je nach Volumengewinn ggf. auf einen aufwendigen und teuren Umbau oder eine Erweiterung verzichtet werden.



Ansprechpartner für weitere Informationen und Lösungsvorschläge:
Dipl.-Ing. Matthias Geißler
Tel: +49 (291) 992932, Fax: +49 (291) 7691
.

HST Hydro-Systemtechnik GmbH
Sophienweg 3
D-59872 Meschede

 

verfasst: Mathias Geißler, Günter Müller-Czygan
© HST 2004


Weitere Informationen zum ASK-Wehr:
 Internetseite
 Fordern sie weitere Informationen an

 
 

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