Bei der Flotation werden fett-, öl- oder emulsionshaltige Substanzen durch den Eintrag von Luftblasen an die Wasseroberfläche befördert. Nur wenn diese Substanzen in ausreichend großen Flocken zusammentreffen, werden sie durch Luftblasen effizient nach oben transportiert. Ursprüngliche Fettsubstanzen/Emulsionen sind stabile Zusammenballungen kleiner Mikrostrukturen, die einzeln im Abwasser schweben. Polyelektrolytische Hilfsstoffe sorgen dafür, dass aus einzelnen Elementen aufschwimmbare Flocken werden. Allerdings ist es von entscheidender Bedeutung, dass Substanz und Polyelektrolyte eine enge Verbindung eingehen. Stabile Mikrostrukturen neigen in der Mehrzahl dazu, keine Verbindung mit Polyelektrolyten einzugehen. Erst ein Auseinanderbrechen, die Entstabilisierung der zusammengeballten Mikrostrukturen führt dazu, dass sich die einzelnen Mikrosubstanzen mit den Polyelektrolyten zu schwimmenden Flocken vereinen. Treffen die schwimmenden Flocken auf zu große Luftblasen, werden die Flocken zerstört. Zu kleine Luftblasen haben nicht die Kraft, die Flocken nach oben zu befördern. Die Kunst beim Bau und Betrieb einer Flotation liegt in der Auswahl geeigneter Hilfsmittel zur Entstabilisierung und Flockung sowie in der Erzeugung der optimalen Luftblasengröße. Beides ist garantiert bei der HST-Druckentspannungsflotation.