Um auf diese Situation angemessen zu reagieren, planen und bauen die verantwortlichen Stellen neue und größere Bauwerke. Das Ziel muss sein, bei Neuanlagen die Speichervolumina optimal aus-zunutzen und die vorhandenen Anlagen ggf. zu erweitern und das Stauvolumen zu vergrößern.
Doch wie kann die Vergrößerung bei vorhandenen Anlagen erfolgen?
Durch Vertiefung der Beckensohle?
Durch Erhöhung des Dammes?
Das sind keine ernsthaften und realistischen Alternativen!
Das ASK-Wehr ! (automatische, schwimmergesteuerte Klappe)
Durch Einsatz eines ASK-Wehres im Bereich der Entlastungsschwelle kann das Stauziel im Becken um das Maß der Überströmunghöhe der festen Schwelle um bis zu 1 m und mehr angehoben werden.
Bei einer Oberfläche von 1 km² ergibt dieses ein zusätzliches Volumen von 1 Mio. m³ Speicherraum!!!
Das ASK-Wehr wird in den U-förmigen Entlastungskanal im Damm integriert und ist oben auf der Trennwand angeordnet. Unterhalb der Trennwand ist bei Bedarf das Tosbecken als Vertiefung im Entlastungskanal angeordnet, die Einleitung in das anschließende Gewässer erfolgt im strömenden Zustand. Die Regelung des Sollabflusses erfolgt mit einem auf der Oberwasserseite der Trennwand angeordneten Schütz. Eine Grundablassleitung entfällt, die Belange der Naturschutzbehörden in Bezug auf Amphibienwanderung werden optimal erfüllt.
Durch Ergänzung mit dem HST-Frühwarnsystem HydroDat® können die aktuellen Wasserstände sowie die Entlastungswassermenge jederzeit online abgerufen und bei Erreichen bestimmter Grenz-werte zu beliebigen Katastrophenzentren und Bereitschaftsdiensten gemeldet werden. Mit dem elektronischen Talsperrenbuch der HST-Betriebsführungssoftware KANIO® können alle Betriebsereignisse sowie Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen organisiert und rechtssicher dokumentiert werden.
Das ASK-Wehr eignet sich optimal auch zur Nachrüstung an bestehende Entlastungen. Damit kann je nach Volumengewinn ggf. auf einen aufwendigen und teuren Umbau oder eine Erweiterung verzichtet werden.